Archiv für September 2010

Mitteldeutschland? Die Wiege der Kultur!

Deutsche Einheit? Wunderschön ist es in unserem Staat!

Noch mehr Weisheiten, präsentiert vom FORSA-Institut, Regionalstelle Jena:

„Hallo Jena!“ lobt: Das „Anführungszeichen“ endlich als Ironiemarkierung anerkannt

Endlich hat auch die ostdeutsche „Jenapolisredaktion“ bzw. das Stadtmuseum erkannt: Alles, was in „Anführungszeichen“ steht, ist Ironie. (Üblicherweise werden Anführungszeichen in zwei Fällen angewendet: 1. Zur Darstellung wörtlicher Rede. 2. Zur, Hervorhebung von Ironie, siehe hier)
Dies bedeutet, dass folgende Wortgruppen und deren Inhalt bei Jenapolis und vom Jenaer Stadtmuseum durch den Satirekakao gezogen werden und somit nicht ernstzunehmen sind.

„SCHWARZ|ROT|GOLD – Die deutschen Farben aus Jena“
„deutsche Einheit“
„Tricolore“
„deutsche Farben“
„Dreifarb“
„Schwarz-Rot-Gold“
„Schwarz-Weiß-Rot“
„Dritten Reiches“

Die „Hallo Jena!“-Redaktion wiederholt: Alle diese Worte und Wortgruppen werden aus ironischen Gründen verwendet. Und jetzt bitten wir die geneigten Leser folgenden Artikel dem/der PartnerIn laut vorzulesen und dabei darauf zu achten, die Worte und Wortgruppen mit möglichst viel Ironie in der Stimme zu betonen. „Hallo Jena!“ meint: Is witzig!

Achso, hier der Artikel: Ausstellung im Stadtmuseum: “Die deutschen Farben aus Jena“

„Hallo Jena!“ – Ich hab den Farbfilm vergessen

Menschen machen Fotos gegenseitig: Mit der Mobilmachung Polens 1939 begann die deutsche Fotografiemission. Hitler schickte ganze Journalistentrupps (fälschlicherweise heute als Wehrmacht bezeichnet) aus Berichterstattungsgründen an die Front, denn 1939 hatten 10% der Deutschen einen Fotoapparat. Die Journailledivisionen verstanden da wohl was nicht richtig und nannten es in ihren persönlichen Poesiealben „Einmarsch nach Polen“. Endlich versteht euer „Hallo Jena!“ Team, was Chefredakteur Hitler meinte, als er sagte: „Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen!“

Mehr dazu im Jenaer Stadtmuseum:

Hotelboss (3,10 Euro für eine Nacht) stellt sich als Wohltäter dar

Alle Heimbewohner, die hier wohnen, haben Geld. Die ham also mindest Hartz4. In der Regel sind auch die, die hier wohnen, in der Lage, zumindest die jetzt zur Zeit hier wohnen (?), in der Lage, mit diesem Geld für ihre Verhältnisse so hinzukommen, dass se sich was kaufen können. […] Denn für Raucherei ect. muss ja auch was übrig bleiben. Da liegt die Wertigkeit. Letztendlich. Gefällt uns zwar immermal weniger, aber das ändern mer nich.

„Hallo Jena!“ schmunzelt

Es geht ums Ganze! Und zwar um den ganzen Eichplatz. Mit der Veröffentlichung des Bebauungsplans lässt die Stadt die Katze aus dem Sack und präsentiert folgende Nutzungsmöglichkeiten:

* Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude,
* Einzelhandelsbetriebe,
* Schank- und Speisewirtschaften,
* Betriebe des Beherbergungsgewerbes,
* sonstige nicht wesentlich störende Gewerbebetriebe,
* Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke,
* Wohnungen für Aufsichts- und Bereitschaftspersonal sowie Betriebsinhaber und Betriebsleiter,
* sonstige Wohnungen.

„Hallo Jena!“ hält jede Wortgruppe für einen Kracher und fragt sich insgeheim: Wo bleibt da die Lebensqualität? Was uns aber immer gefällt, weil wir sind volksnah!, ist Widerstand. Jenapolis kurbelt die Résistance an und stellte wichtige und sehr sehr gute Fragen:

Wird hier mit den Bürgern geplant, oder wieder einmal an den Bürgern vorbei?

oder

In der Schweiz würden solche wichtigen Dinge vom Volk abgestimmt. Wäre dies nicht auch an der Zeit, auch wenig mehr Schweiz nach Jena zu bringen? Was denken Sie?

In diesem Sinn ein Vorschlag zur Güte von uns an die Bürger/Stadt: Einfach eine Moschee auf den Eichplatz. Macht sich gut neben Phillers Nationalmuseum.

Quelle: mal wieder Jenapolis

Ich darf das, ich bin Deutscher

So viel wie die fünf Wirtschaftsweisen der Bundesrepublik verstand ein durchschnittlich guter jüdischer Kaufmann noch allemal vom Geschäft.

Silvio Gesell lädt zur Veranstaltung Miese Krise – Jüdischer Witz, jüdische Kultur und Musik

Quellenangabe (der Ernsthaftigkeit halber): Jenapolis

„Hallo Jena!“ – Worte wie Waffen

„Hallo Jena!“, als Flanke gegen regionale Berichterstattung eigentlich einiges gewohnt, bleibt schon der Mund offen stehen, wenn die OTZ, leider viel zu selten im Blick der Redaktion, antisemitische Taten als beispiellose Provokation bezeichnet. Doch getreu dem Motto „Der Laie staunt, der Fachmann wundert sich!“, kommt es noch besser:

Unbekannte hatten vor dem Gebäude, das zugleich eine jüdische Gedenkstätte darstellt, einen kleinen Schweinekopf abgelegt.

Oder (gleicher Artikel):

Auch die Spurensicherung und ein Fährtenhund wurden angefordert. Bei letzterem allerdings hatten die Beamten allen Grund, an einem Erfolg zu zweifeln – wenn ein Hund Fleisch riecht, dann denkt er eher ans Fressen als an die Fährtenaufnahme…

Quelle: OTZ

„Hallo Jena!“ sorgt sich um seine LeserInnen

Wir alle erinnern uns an die heftige Diskussion zum Thema Philler, Eichplatz und Nationalismus. Besonders aufgefallen ist uns der Kommentar von Mario K.:

Mario K. 11. September 2010 um 18:51 Uhr Edit

Erstmal vorab: ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Daumen hoch!

Doch eine Frage hätte ich aber noch: Wie soll die Bebauung des Eichplatz aussehen? Da ich auch einige Freunde in Stadtroda habe, die gerne zum Einkaufen kommen weiß ich, das es um Parkplätze in Jenas schöner Innenstadt nicht immer gut bestellt ist. Würde eine Bebauung des Eichparkplatzes nicht der Innenstadt und den Geschäften dort schaden?
Der Jahrmarkt hat uns auch immer gefallen!

Leider müssen wir von „Hallo Jena!“ unserem Leser Mario K. mitteilen, dass sich das Blatt wendet. Seit der Wahl Phillers zum Ortsteilbürgermeister verschärft sich auch die Berichterstattung bei JenaTV. Vermittels suggestiver Bevölkerungsumfragen, diesmal aus der Kategorie Sina Hoffmann gibt sich bürgernah, wird die Abschaffung des Jahrmarktes zugunsten eines Nationalmuseums vorbereitet.

Für alle Aufmerksamen: Ja, es stimmt. Bei 0:55 sieht man die Susi des Regionalsenders, die grenzdebile Stimme, die unzählige „Neuigkeiten“ präsentiert, als seien sie relevant: SINA HOFFMANN.

Zynismus kennt keine Grenzen

Die „HalloJena!“ Redaktion fragt sich:
Woran denken Leute, wie Philler wenn sie behaupten:

Die deutschen Nationalfarben sind ein mächtiges Symbol für ein fröhliches, weltoffenes und friedliches Deutschland.

Daran:

oder vielleicht doch eher daran:

„Hallo Jena!“ vermittelt zwischen Jenaer Akteuren

Leserliebling Philler und seine Anhänger, namentlich Stefanie Müller, Maria Lange, Harald Kalbfuß (SPD), Reinhard Hoffmann (Tower-Chef), Falk Burkhardt (Revolutions- und Jena-Spezialist) und Martin Stiebert (Intelektueller), haben Ziele:

Wir verfolgen das Ziel, die Entwicklung der deutschen Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold als Kulturgut aus Jena überregional zu popularisieren. […]Wir sehen eine besondere Jenaer Verpflichtung, die Farben Schwarz-Rot-Gold vor historischen Fehldeutungen und undemokratischem Mißbrauch durch rechtsextreme Gruppierungen zu schützen.

Denn:

Wir lassen uns von einem demokratischen Deutschlandbild leiten, wofür die Farben Schwarz-Rot-Gold als Symbol stehen. Gegen jede nationale Beschränkung bekennen wir uns zum europäischen Gedanken und zum beflügelnden Austausch mit Menschen aus anderen Kulturen.

Ziel ist der Bau eines Nationalmuseums: Bitte dringend klicken: Klicken!. Dafür bedarf es vieler Akteure:

Wir gehen aktiv auf alle demokratischen Kräfte zu und suchen deren Mitarbeit.

„Hallo Jena!“ lässt sich nicht lumpen und vermittelt zwischen den Akteuren:
Für den Bau an sich empfehlen wir den „altdeutschen Junggesellen“, „kein Eunuche“, ehemaligen LPG-Chef und Kompletttölpel Töpel, „Hallo Jena!“ berichtete!

Für medienwirksame Artikel um die Mehrheit der Deutschen auf seine Seite zu ziehen empfehlen wir Palästina-Spezialist Fabian Köhler vom Muslim-Markt. Er kann auch bei der Vermittlung zwischen „den Kulturen“ helfen.

Für Unterstützung im Stadtrat verweisen wir auf die Partei „Partei Die Guten“ (Kampf dem Zins!, Zurück zum unvermittelten Tauschgeschäft, Deutsche als Friedensbringer). Auch hier berichtete „Hallo Jena!“ ausgiebig.

Und falls die Unbelehrbaren sich nicht am Bau beteiligen wollen, Waffen gibts in Alt-Lobeda.