Archiv für Oktober 2010

Schlingensiefs Erbe

Nach dem Tod von Christoph Schlingensief („Ausländer raus! Bitte liebt Österreich“, Talk 2000) erweist auch die Stadt Jena dem Künstler eine letzte Ehre. Auf dem Marktplatz wurde die Installation „Treppe der Empörung“, eine längst vergessene Idee Schlingensiefs, verwirklicht. Besonders deutlich wird in dieser Aktion das Spannungsfeld zwischen Authentizität und Fiktionalität, das stilprägend für Schlingensiefs Aktionen ist. Die Wirklichkeitsinszenierungen, schlingensieftypisch vermittelt durch echte Journalisten und echte Medienberichterstattung, werden durch authentische Darsteller wie die Imaginata-Sprecherin Gundela Irmert-Müller und die SchülerInnen durchbrochen. Natürlich dürfen die, von Kunstbanausen als reine Provokation interpretierten, Zitate aus Parteiprogrammen nicht fehlen. Schlingensief versteifte sich in „Treppe der Empörung“ auf die Forderungen der Freien Nationalen („Todesstrafe für Kinderschänder“) und lässt diese, welch Geniestreich, von ahnungslosen 14-jährigen LaiendarstellerInnen auf buntes Bastelpapier schreiben.

Impressionen der Installation:

Eichplatz21, das „Jahrhundertvorhaben“, beginnt

Ein für Jena und die Welt historisches Datum war gestern, nee, vorgestern.

Das „Jahrhundertprojekt“ hat begonnen!

Lehnt euch zurück und genießt alle Akteure endlich live und in Farbe.

Hauptdarsteller:
Julia Langhammer (die.linke) in der Rolle der aktiven Lokalpolitikerin (Grünfläche und Gehölz sind meine Themen), die im Zuge des „Jahrhundertprojekts“ Eichplatz21 gleich in den Landtag zu rutschen versucht (Was macht eigentlich Sina Hoffmann?)

Benjamin Koppe (CDU) in der Rolle des Sportstudenten mit FAZ-Abo („Über was rede ich eigentlich?“)

Gunthram Wothly (CDU) gemeinsam mit Thomas Nitzsche (FDP) in der Rolle der Widerstandskämpfer („Freiheit für die Investoren“,“Hoch die elitäre Solidarität“)

Die Bürgerinitiative „Mein Eichplatz“ als Nachfahren der Frankfurter Schule, die grundsätzliche Kritik an der Gesamtscheiße, in diesem Fall Gesamtbebauung, üben

Fortsetzung folgt…

Exkurs –“Hallo Eisenberg!“

Wenn die letzte Möglichkeit des privaten Aufbegehrens in ostdeutschen Kleinstädten (Abenteuerlust, Neugier !) sofort zur Anzeige („Es wurden keine Beschädigungen festgestellt.“ !!!) gebracht wird, dann summt die „Hallo Jena!“-Redaktion resigniert „hallo guten morgen, deutschland“ bzw. „ja is de heit schu weihnachten“.

Eisenberg: Zwei Männer stiegen am Dienstag in das baufällige ehemalige Schloss am Tannecker Park ein. Bürger wurden darauf aufmerksam und informierten nach 16 Uhr die Polizei. Beide gaben als gründe Abenteuerlust und Neugier an. Es wurden keine Beschädigungen festgestellt. Nun wird wegen Hausfriedensbruch ermittelt.

Quelle: Polizeibericht

„Hallo Jena!“-LeserInnen stellen sich vor II

Neues aus der Kategorie „JenenserInnen, JenaerInnen, Leute aus Dings outen sich als harte Systemkritiker“

„Hallo Jena!“-LeserInnen stellen sich vor

Neues aus der Kategorie „JenenserInnen, Jenaer, Leute aus Dings ziehen im Internet blank“:

Quelle: Hier!

Exkurs – Kleinanzeigen

Für unsere Gartengaststube
“ Zum schönen Ast ”
wird ab sofort ein neuer Pächter gesucht.
Nähere Informationen incl. Besichtigung über
Gartenfreund Reiner Lorenz Tel.: 0375 / 52 22 44
oder Gartenfreund Reiner Tunger Tel.: 0375 / 52 34 87

Hier der Chef, das Gesichtslose im grauen Anzug könntet Ihr/Sie sein:

http://user.blue-cable.de/garten/garten/assets/images/tunger2.jpg

Quelle: Gartenanlage Karl Keil

„Hallo Jena!“ – Nachrichten als Werbung getarnt

Wann schaut ihr bei der spaßigen Truppe vorbei?

„Hallo Jena!“ – Altes aufwärmen

Da ein Teil der Redaktion sich vom Acker gemacht hat, das Einbetten der aktuellen Mensavideos von JenaTV irgendwie auch bumslangweilig weil naheliegend ist, erinnert sich die Restredaktion an vergangene Zeiten. Nämlich an 2009, als der Hinterbänkler und (ehemaliger?) Stadtteilbürgermeister Volker Blumentritt im Wahn die Deutschlandflagge zerschnippelte. Unter verhaltenenem Klatschen („wasn hier los?“) der Bevölkerung und Jubel- und Befreiungsschreien der Kinder („uuuuuuhtoooooll) zeigt ein Regionalpolitiker, wie Emanzipation auch aussehen kann. Hach ja…

„Hallo Jena!“ – Redaktionszerwürfnis

+++EILMELDUNG+++EILMELDUNG+++EILMELDUNG+++

Nach monatelanger, einstimmiger und friedlicher, Zusammenarbeit kam es zum Zerwürfnis in der „Hallo Jena!“ Redaktion. Ein Mitglied möchte seit den jüngsten Entwicklungen bei der PFJ zu ebendieser überlaufen. Der Rest der Redaktion kann und will dies nicht unterstützen. Trotzdem halten wir die Redaktionsgeschehnisse transparent und offen. Deshalb machen wir es öffentlich: „Hallo Jena!“ hat (geistig) einen Mitstreiter an die PFJ verloren.

„Hallo Jena!“ – Erster Imagefilm für „Hallo Jena!“ online

Ein uns unbekannter Internetuser hat den Drive von „Hallo Jena!“ aufgegriffen und seine Assoziationen in einem tollen Imagefilm für „Hallo Jena!“ verarbeitet. Die Redaktion dankt!

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  1. Die Musik ist echt! [zurück]