Archiv für März 2011

„Hallo Jena!“ – Aufreger der Woche: Abflussrohre an Jenaer Häusern mit Aufklebern verunstaltet

Unfassbare Szenen spielen sich in Jena ab:

Das Spektrum der Aufkleber reicht weit. Stark vertreten ist zum Beispiel eine Eule mit Kopfhörern. Dahinter verbirgt sich das „Eulenfreunde“-Band-Festival des Campusradios, jenes Senders, der von den beiden Studentenräten von Universität und Fachhochschule betrieben wird. Dort hebt man nur die Hände und beteuert, dass man ja keinen Einfluss darauf habe, wo die Aufkleber angebracht werden. Ähnlich ist es auch bei anderen Herkunftsadressen, die sich zum größten Teil im linken politischen Spektrum befinden, zum Beispiel bei der Jugendorganisation der Linken „Solid“, der Juso-Hochschulgruppe oder auch der Jungen Gemeinde Stadtmitte. Auch Aufrufe zum Bildungsstreik, gegen Rechts usw. finden sich.

Angepisst davon sind ‚die Rechten‘

All das löst wiederum die handgreifliche Reaktion von anderen aus – möglicherweise aus dem rechten Lager. Denn über oder unter den Aufklebern sind Einschlagkerben auf den Abflussrohren deutlich. Es muss hier jemand kräftig zugeschlagen haben.

und die Abkratzer:

All das ist für einen Leser aus dem Südviertel unerträglich. Der Hauseigentümer hat wie manch anderer Leidensgenosse schon oft Abflussrohre mühsam abgekratzt. Jetzt hat er bei der Polizei auch Anzeige erstattet.

Adäquate Reaktion von Stadtverwaltung:

Doch der Umgang mit den verunstalteten Rohren ist schwierig zu handhaben. Man müsse schon die Übeltäter auf frischer Tat ertappen, wie auch Frank Arnd meint, Fachgebietsleiter Kommunale Ordnung der Stadt Jena. Strafrechtlich sei das ganze kaum zu verfolgen, da keine Sachbeschädigung vorliegt, sagt auch die Jenaer Polizeisprecherin Steffi Kopp. Denn wenn die Aufkleber wieder runter seien, wäre das Rohr ja noch unbeschädigt. Allerdings wären die Einschläge mit den hinterlassenen Dellen schon Taten, die der Sachbeschädigung nahe kommen.

und Polizei:

Die Beamten, so Steffi Kopp, haben auf jeden Fall eine Fotodokumentation gemacht und prüfen alles jetzt gründlich.

Wie immer von uns für euch, ein Foto:

Quelle: OTZ

„Hallo Jena!“ – „Einfach nur geil!“

Ein historisches Datum für den Jenaer Fasching! Nach 56 Jahren (1955, Anm. d. Red.) hat es in Jena erstmals wieder einen Rosenmontagsumzug gegeben.

Der Karnevalsverein Ringwiese (KVR) ist gemeinsam mit Schillerschülern und närrischen Kindergartenkindern sowie kostümierten Lehrern und Erziehern durch Winzerla gezogen. Vorneweg fuhr ein Lkw, auf dem die Karnevalsgala-Funken Anja und Julia tanzten und KVR-Außenminister Ronny Geitner Stimmungsmusik auflegte.

„Einfach nur geil!“ Das waren die ersten Worte von KVR-Grand-Dame Gunni Fichtner, als der Tross nach 90 Minuten seinen Ausgangspunkt an der Schillerschule erreichte.

[…]

90 Minuten dauerte der Marsch durchs Wohngebiet, an dem sich auch superartige Knirpse aus den Kindergärten Pusteblume, Wirbelwind und Bertolla beteiligten. Nur mit Erlaubnis hoben sie die Kamellen von der Straße auf und blieben ansonsten in ihre Reihe. In den Häusern entlang der Schrödingerstraße, der Oßmaritzer Straße und der Hugo-Schrade-Straße war die Begeisterung zunächst noch verhalten. Gunni Fichtner ist sich aber sicher, „das lässt sich ausbauen“.

Noch ein Bild:

Eine Tanzeinlage am Führungsfahrzeug, das die Laasdorfer Gerüstbaufirma Sanow bereitgestellt hat – inklusive Fahrer!

Quelle: OTZ

„Hallo Jena!“ – Neues aus der Rubrik „Kurz gelacht“ #2

Sollen in Jena die Ortsteilschilder abmontiert werden?
Ich bin dafür!
Ich bin dagegen!
Ist mir egal!

Quelle: JenaTV

„Hallo Erfurt!“ – Schdenke, geht mir einglich gar nüscht an“

Dank geht raus an die „Kollegen“ von „Hallo Chemnitz“. Autoritäre Charaktere beginnen Sätze mit „Schdenke“ und beenden sie mit „smir einglich egal“.

Naja, was solls: „Sinn doch alles Lüger unn Betrüger, alles, was da oben sitzt verarscht uns doch jedesmal vor unn nach dor Wahl!“