Archiv für April 2011

Oster-Special die Zweite

die talente vom meinem snoopy sind natürlich der is richtig gut im hochsprung

Ostern-Special: Authentisch, skurril, schön – Nachrichten aus dem Freistaat. (Thüringen)

Das Hotel „Katharinenquell“ in Winzingerode hat eine neue Pächterin: Kerstin Juch, hier mit ihrer französischen Bulldogge namens Schnittchen, will das Hotel am 1. Mai neu eröffnen und für Gäste da sein, die mit Haustieren kommen wollen. Auch längere Aufenthalte sind gern willkommen. Foto: Natalie Hünger

Sophie Bartholome bewundert die Kirschblüten in der Jenaer Straße in Apolda

Am Gründonnerstag ist es in der Mühlhäuser Umgebung so Sitte, dass Brezeln gegessen werden. Sie sollen gegen Eselsohr vorbeugen. Unzählige Bäcker aus der Region haben somit zusätzliche Arbeit. Bäcker Müller bäckt zirka 1200 Brezeln in zwei verschiedenen Größen. Im Bild: Bäckergeselle Svend Otto.

Bei Klaus Röhrig, Gastwirt vom Klausenhof in Bornhagen, reift ein etwa 1,10 Meter langer Feldgieker. Den“Papstfeldgieker“ möchte er gern Papst Benedikt XVI im September bei seinem Besuch im Eichsfeld überreichen.

Wie man ein Spiegelei richtig brät, zeigte Sten Fischer, Chefkoch des Restaurants „Alt-Weimar“ in Weimar.

Viel Spaß hatten Lukas und Diana (beide 5) bei ihrer Kinderhochzeit im Japanischen Garten von Bad Langensalza. Beide besuchen den Kindergarten „Spielhaus“.

Auf den Feldern zwischen Marlishausen und Bösleben wird der Winterweizen mit Wachstumsregler besprüht.

Der Sportverein 77 Windehausen e. V., vertreten durch Vorstandsmitglied Jens Schneider, erhält eine Zuwendung von 1000 Euro. Den Scheck überreichte Jürgen Reinholz, Thüringer Minister für Landwirtschaft, Forst, Umwelt und Naturschutz. Das Geld wird für eine transportable Sprecheranlage verwendet.

Die Ebelebener Jugend baut das Osterfeuer in Ebeleben auf – der Holzstapel ist satte zwölf Meter hoch!

Gut Ei! wünscht Hallo Jena!

Quelle: TA

Obacht! „Der Stecher treibt in Jena sein Unwesen!“

Ein unbekannter Reifenstecher macht Jenaer Radfahrern das Leben schwer. Er zersticht offenbar wahllos die Reifen von Drahteseln, die in öffentlichen Fahrradständern im Stadtzentrum abgestellt sind.

Jena. Besonders aktiv ist der Täter an den Abstellanlagen vor der Neuen Mitte, an der Goethegalerie und am Holzmarkt.

Gestern meldete sich eine Leserin bei der Zeitung, deren Elektrofahrrad mittlerweile zweimal innerhalb kurzer Zeit angegriffen wurde. Ärgerlich: Bei diesem Rad ist das Wechseln des Schlauches besonders teuer.

[…]

„Unsere Werkstatt freut sich nicht über die vielen Kunden, die mit Platten zu uns kommen, natürlich helfen wir aber“, sagt Falko Kemter (Fahrradhändler, Anm. d. Red.). Das sei für alle Beteiligten ein großes Ärgernis. Er geht davon aus, dass die meisten Radfahrer ohnehin den Schlauchwechsel selbst erledigen und so gar nicht auffällt, welchen großen Schaden der unbekannte Täter in Jena anrichtet. Die üblichen Reifen mit Plattenschutz bieten keinen Schutz gegen Spitze Gegenstände, die seitlich aufs Gummi treffen.

Die Dame, die sich mit ihrem Elektrofahrrad an die Presse wandte, hat die Konsequenzen gezogen. Sie nimmt ihr Fahrrad jetzt immer mit in die „Neue Mitte“.

Quelle: TLZ

Hallo Jena! weiß, der Mann (!) trägt folgende Brille (leuchtet im Dunkeln):

„Hallo Jena!“ – Jena wird Fairtrade-Stadt

Die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und SPD setzen sich dafür ein, dass sich Jena um den Titel „Fairtrade Stadt“ bewirbt. Auf der nächsten Stadtratssitzung am 13. April bringen sie den Antrag „Jena wird Fairtrade Stadt“ ein.
[…]
Um den Titel zu bekommen, müssen fünf Kriterien erfüllt werden:

1. Zunächst muss der Stadtrat den Beschluss fassen, dass zu den Sitzungen nur noch Fairtrade Kaffee sowie ein weiteres Fairtrade Produkt angeboten werden und die Stadt den Titel „Fairtrade Stadt“ anstrebt.
2. Es muss eine Steuerungsgruppe gebildet werden, die aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Zielgruppen besteht.
3. Bei einer Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen gesiegelte Produkte aus Fairem Handel in 21 Geschäften und 11 gastronomischen Einrichtungen angeboten werden.
4. In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fairtrade Produkte verwendet und Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt.
5. Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade Stadt“.

Der Bericht der örtlichen Medien über die Aktivitäten sieht folgendermaßen aus:

Gewalt auf der Straße in Jena

So hat ein jungen Mann in Lobeda-West nicht weggesehen, als zwei vietnamesische Studentinnen von einer anderen Frau angegriffen wurden. Die Sache passierte bereits am Sonntagnachmittag. Erst auf Drängen ihrer Schule gingen die beiden in Jena lebenden Frauen (32 und 26 Jahre) nun zur Polizei. Die Studentinnen befanden sich am Sonntag gegen 14 Uhr auf dem Weg zur Straßenbahnhaltestelle in der Emil-Wölk-Straße, als eine der beiden von einer unbekannten Frau einen Tritt ins Gesäß erhielt. Außerdem wurden sie aufgefordert „wieder nach Hause zu gehen“. Als die Freundin reagierte, erhielt sie einen Schlag ins Gesicht. In diesem Moment griff ein junger Mann ein und drängte die Schlägerin ab. Sie entfernte sich in Richtung Kaufland und zeigte dabei noch den Hitlergruß.

Und die Polizei wundert sich:

„Wir nehmen die Aussagen sehr ernst. Unsere Beamten zogen einen Übersetzer hinzu, um die Anzeige in englischer Sprache exakt aufzunehmen“, berichtet Polizeisprecherin Steffi Kopp. Sie wundert sich, dass die Täterin als vermeintlich „normale“ Bürgerin durchgehen könnte.

Die Frau wird wie folgt beschrieben: Etwa 40 Jahre alt, 1,60 Meter groß, normale Gestalt. Sie hatte längere braune glatte Haare zu einem Zopf gebunden, mit Pony. Zu Bekleidung der Täterin ist bekannt, dass es sich um eine helle Hose und ein helles Jackett handelte. In Erinnerung blieb den Opfern außerdem die Sonnenbrille mit einem schwarzen Gestell und ein auffallend spitzer oberer rechter Eckzahn.

Quelle: TLZ und Jenapolis

„Hallo Jena!“ – Bund Deutscher Mädel kämpft mit deutschen Kühen gegen das raffende Kapital

JenaTV titelt gewohnt lustig „Gestreikt: Bauern protestieren bei Agrarministerkonferenz“, dafür aber mit Bild- und Tonmaterial.

„Hallo Berlin!“ – Prosa von der Berliner Polizei

Heute mal etwas aus der großen Stadt, denn dort ist das Private noch Politisch: Unter der mitreißenden Überschrift „Hanfgestank in der Luft verpestete den Frühlingsduft Mitte“ meldet die Pressestelle der Polizei der Stadt Berlin auf deren ‚Hauptstadtportal‘ folgendes Kleinstmeisterwerk (ungekürzt/unerweitert):

Verräterische Hanfdüfte ließen gestern Nachmittag im Tiergarten einen Polizeibeamten auf dem Heimweg „aufriechen“.
In Feierabendstimmung hatte der Polizeibeamte beim Warten vor einer roten Ampel am Lützowplatz gegen 15 Uhr die Seitenscheibe seines Autos heruntergefahren. Statt der erhofften Frühlingsluft drang aber stechender Cannabisgeruch in das Fahrzeuginnere.
Die erfahrene Spürnase machte schnell eine mögliche Quelle ausfindig. Ein neben ihm wartender „Volvo“-Fahrer zog bei ebenfalls heruntergelassener Seitenscheibe genüsslich an einem Glimmstängel.
Der Beamte hatte nun „Witterung aufgenommen“, verfolgte den „Volvo“ bis zum Zwischenstopp an einer Tankstelle in Moabit und lotste auch den alarmierten Funkwagen zur Überprüfung dorthin.
Als die uniformierten Kollegen ebenfalls den markanten Geruch wahrgenommen und Cannabisreste im Rucksack des 44-jährigen Autofahrers entdeckt hatten, revidierte dieser seinen zunächst behaupteten Zigarettenkonsum und erinnerte sich an das Rauchen eines „Joints“.
Wegen des „Führens eines Kraftfahrzeuges unter der Wirkung berauschender Mittel“ drohen ihm nun bis zu dreitausend Euro Geldbuße.

Quelle: berlin.de